Franz Schubert: Die schöne Müllerin, op. 25 (1823)

Eine moderierte, halbszenische Aufführung des Liederzyklus nach den „nachgelassenen Gedichten aus den Papieren eines reisenden Waldhornisten“ von Wilhelm Müller (1821)


Die kirchnermetzgersche Interpretation der schönen Müllerin ist eine wahrlich neue und hörenswerte Version des berühmten Zyklus. Das Duo wagt eine Deutung, die sich ganz auf die Gratwanderung zwischen Müllerscher Ironie und Schubertscher Seelentiefe einlässt.

Natürlich ist das Klavier bzw. der Hammerflügel das optimale Instrument für eine Aufführung dieser Lieder, dennoch gewinnt das Werk dank der Gitarre in mancher Hinsicht.
So wirken die volksliedhaften Passagen überzeugender auf den schlichten sechs Gitarrensaiten als auf einem Instrument, dessen schiere Masse schon im Widerspruch zu jeder Naivität steht. Auch steht dem romantisch-verliebten Müllersburschen  die ländliche „Zupfgeige“ wohl besser an als das bürgerliche Klavier.
Wie dem auch sei, eines ist sicher:
Die Gitarre kann sich hier von ihrer schönsten Seite präsentieren und verbindet sich ideal mit der Gesangsstimme.
Dieser Umstand – zusammen mit der Grossartigkeit des Werks sowie der famosen Darbietung - wird dem Musikfreund Anlass genug sein, sich diesen Abend nicht entgehen zu lassen.

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